Das Wichtigste in Kürze 💡
Unsere beheizbaren Motorradhandschuhe haben dieselbe Wärme und dieselbe Schutznorm. Für denselben Winter sind sie trotzdem nicht gebaut. Unser Urteil als Motorradfahrer, Strecke für Strecke:
- Tägliche Fahrten in der Stadt und über Land: der RIDER, geschmeidig und leicht.
- Lange Touren und strenge Kälte: der ALLROADS+, ausgelegt für gefühlte Temperaturen bis -25 °C.
- Große Hände: der RIDER, als einziger der beiden bis Größe 3XL erhältlich.
- Roller in der Stadt: der RIDER, leicht und für den Alltag gemacht.
Beide Handschuhe heizen in drei Stufen, mit demselben Akku. Die Tabelle unten vergleicht sie Punkt für Punkt.
6:50 Uhr, Schlange an der Ampel vor der Autobahnauffahrt. Das Thermometer im Cockpit zeigt -2 °C. Sie lassen die Kupplung kommen, und die Fingerspitzen gehorchen schon nicht mehr richtig.
Der Körper hat entschieden: Er hält die Wärme im Rumpf und nimmt sie den Händen weg. Je höher die Windgeschwindigkeit, desto stärker kühlt die Haut ab, erklärt der Deutsche Wetterdienst (DWD). Die Morgendämmerung macht es nicht besser, denn der Tiefstwert des Tages wird laut dem französischen Wetterdienst Météo-France erst einige Dutzend Minuten nach Sonnenaufgang erreicht.
Mit beheizbaren Handschuhen sieht der Rest der Fahrt anders aus. Aber welche nehmen Sie in diesem Winter? In Bewertungen und Foren liest man oft, beheizbare Motorradhandschuhe seien doch alle gleich. Dieser Vergleich stellt unsere beiden Modelle direkt gegenüber.
Die 2 besten beheizbaren Motorradhandschuhe 2026 im Vergleich: RIDER gegen ALLROADS+
Jeder Wert stammt von der jeweiligen Produktseite.
| Kriterium | Beheizbare Motorradhandschuhe RIDER | Beheizbare Motorradhandschuhe ALLROADS+ |
|---|---|---|
| Fahrsituation | Tägliche Fahrten | Langstrecke |
| Einsatztemperatur laut Produktseite | Bis -15 °C | Bis -25 °C gefühlt |
| Schutznorm | EN 13594 (Stufe 1KP) | EN 13594 (Stufe 1KP) |
| Beheizte Zonen | Handrücken, Oberseite und Spitzen der Finger | Handrücken, Oberseite und Spitzen der Finger |
| Laufzeit auf niedriger Stufe | 5 bis 6 Std. | 5 bis 6 Std. |
| Isolierung (1 bis 5) | 4 | 4 |
| Wetter | Winddicht, wasserabweisend, wasserdicht | Winddicht, wasserabweisend, wasserdicht |
| Material | Schafsleder und Textil | Leder und Textil |
| Protektoren | Carbon-Knöchelschutz, Verstärkungen an Handfläche, Fingern und Handrücken | Verstärkungen an Handfläche, Fingerknöcheln und Handrücken |
| Visier | Visierwischer | Visierwischer |
| Akku | BATG01 | BATG01 |
| Gewicht pro Handschuh (mit Akku) | 225 g | 245 g |
| Größen | XS bis 3XL | XS bis 2XL |
Auf dem Papier ähneln sich die beiden besten beheizbaren Motorradhandschuhe stark. Der Unterschied liegt in der Kälte, für die sie gebaut sind, in ihrer Konstruktion und in der Zeit, die Sie im Sattel verbringen.
Wählen Sie nach Ihrer Strecke
Welcher Winter-Motorradhandschuh passt, für Herren wie für Damen? Die richtige Ausrüstung wählen Sie nach Ihrer Art zu fahren, nicht nach dem Datenblatt. Hier sind drei Situationen und das Modell, das jeweils am besten passt.
Morgens und abends 30 Minuten: der RIDER
Der Weg zur Arbeit wiederholt sich jeden Tag, oft im Dunkeln. Bei einem Sturz schützt eine Carbonschale die Knöchel. Im Regen hält ein Visierwischer die Sicht frei, und reflektierende Einsätze machen Sie besser sichtbar.
Die verstärkte Handfläche sorgt für guten Kontakt zum Lenker. Sie fahren jeden Tag, auch im Januar? Als Winterhandschuh für jeden Tag ist er die einfachste Wahl.
Ein ganzer Tag auf der Straße bei strenger Kälte: der ALLROADS+
Alpenpass, Autobahn im Morgengrauen, Tour über 200 Kilometer: Hier dauert die Kälte Stunden. Der ALLROADS+ setzt dafür auf eine Konstruktion aus Leder und Textil, verstärkt an Handfläche, Fingerknöcheln und Handrücken.
Sein Visierwischer hält das Visier klar, wenn der Nieselregen nicht aufhört. Nach drei Stunden im Sattel zählt genau so ein Detail.
Eiskalte Finger am Lenker?
Die beheizbare Ausrüstung von G-HEAT für Winterfahrten
Leder und Textil: zwei ähnliche Konstruktionen
Beide Handschuhe kombinieren Leder und Textil mit einem Innenfutter aus Polyester, für dauerhaften Wärmekomfort. Das Leder hält bei einem Rutscher dem Abrieb stand, das Textil hält die Fingergelenke beweglich.
Der RIDER verbindet geschmeidiges Schafsleder mit seinem Textil. Beide verstärken Handfläche und Handrücken, der RIDER ergänzt eine Carbonschale an den Knöcheln.
Regen, Visier und Bedienung: unentschieden
Beide Produktseiten nennen winddichte, wasserabweisende und wasserdichte Handschuhe mit demselben Visierwischer. Im Regen entscheidet also der Temperaturbereich, für den der Handschuh ausgelegt ist, nicht die Dichtigkeit. Und in jedem Fall gilt: Ein nasser Handschuh isoliert schlechter, betont das französische Arbeitsschutzinstitut INRS.
Sie fahren oft im Regen? Entscheiden Sie trotzdem zuerst nach der Dauer Ihrer Fahrten.
Lesen Sie auch: Trockene oder feuchte Kälte: Was ist unangenehmer, und wie sollte man sich darauf vorbereiten?
Kaufberatung: Schutznorm, Größe und typische Fehler
Wer die besten Winter-Motorradhandschuhe sucht, prüft drei Dinge: den Schutz, die Passform und den tatsächlichen Einsatz.
„Bei einem Motorradhandschuh denke ich zuerst an die Seite, die der Wind trifft: Handrücken und Fingerspitzen. Genau dort sitzt bei unseren beiden Modellen die Wärme. Beim Schutz mache ich aber nie Kompromisse: Ein beheizbarer Handschuh bleibt zuerst ein geprüfter Handschuh für die Straße.“
Gwenaël Fournet, Produktingenieur bei G-HEAT
Vor diesen drei Punkten gilt es, ein verbreitetes Vorurteil auszuräumen.
Gleiche Wärme, gleicher Akku: Sind alle beheizbaren Motorradhandschuhe gleich?
Nein. Zwei beheizbare Motorradhandschuhe können dieselben Heizstufen und denselben Akku haben und trotzdem nicht denselben Winter durchhalten. Entscheidend ist, für welchen Winter das Modell gebaut wurde und wie lange Sie fahren.

Was sie gemeinsam haben
Auf dem Motorrad trifft der Wind zuerst den Handrücken. Genau dort sitzt bei beiden Modellen die Wärme, bis in die Fingerspitzen. Sie haben dieselbe Isolierung, bewertet mit 4 von 5, und halten auf niedriger Stufe 5 bis 6 Stunden.
Beide sind außerdem nach EN 13594 (Stufe 1KP) geprüft. Bevor ein Motorradhandschuh wärmt, muss er schützen. Daran gibt es nichts zu rütteln.
Was den RIDER vom ALLROADS+ unterscheidet
Dieser Vergleich ist weder eine Rangliste noch ein Markentest: Er stellt unsere beiden Winter-Motorradhandschuhe Punkt für Punkt gegenüber.
Der RIDER ist für die tägliche Fahrt gemacht. Laut Produktseite hält er bis -15 °C warm. Er ist leichter und bleibt an den Hebeln angenehm geschmeidig.
Der ALLROADS+ ist für lange Wintertouren ausgelegt, bis -25 °C gefühlt. Er wiegt 20 g mehr pro Handschuh.
Achtung: Die beiden Produktseiten geben die Kältegrenze nicht auf dieselbe Weise an. Da Heizung, Isolierung und Akku gleich sind, merken Sie sich vor allem eines: Der ALLROADS+ ist für den härtesten Winter gedacht. Fahren Sie eher eine halbe Stunde oder einen halben Tag?
1KP oder 2KP: Was das Etikett verrät
Achten Sie beim Kauf auf das CE-Zeichen und das Motorradfahrer-Piktogramm auf dem Etikett, rät die französische Verkehrssicherheitsbehörde Sécurité routière. Die Norm EN 13594 legt die Schutzanforderungen an Motorradhandschuhe fest, erinnert die französische Normungsorganisation AFNOR.
Die Ziffer 1 oder 2 gibt die Schutzstufe an, „KP“ steht für einen Knöchelschutz. Unsere beiden Modelle erreichen Stufe 1KP.
Die richtige Größe, zwei Finger am Hebel
Zu große Handschuhe lassen Luft um die Finger und rutschen an den Hebeln. Zu enge behindern die Bewegung. Der Schnitt variiert von Modell zu Modell: Messen Sie Ihre Hand mit der Größentabelle, bevor Sie bestellen.
Kalte Hände auch abseits vom Motorrad?
Alle beheizbaren Handschuhe von G-HEAT, vom Ski bis zum Rad
Die Fehler, die eine Fahrt verderben
- Skihandschuhe fürs Motorrad nehmen: Ohne Prüfung nach EN 13594 bieten sie nicht den Schutz eines Motorradhandschuhs.
- Mit halb geladenem Akku losfahren: Die angegebenen Laufzeiten gelten für eine volle Ladung.
- Die Stulpe unter dem Ärmel lassen: Die kalte Luft kriecht dann über das Handgelenk hinein.
Eine Stunde Autobahn vor sich: Der Akku entscheidet
Zurück an der Ampel. Das Thermometer zeigt immer noch -2 °C, und vor Ihnen liegt eine Stunde Autobahn. Mit der Heizung auf mittlerer Stufe spüren die Finger den Hebel noch, als die Ampel auf Grün springt.
Auf der Straße entscheidet der Akku, wann die Fahrt endet. In diesem Video testet der Creator Serge Fortini die beheizbaren Motorradhandschuhe von G-HEAT und bewertet Komfort, Heizleistung und Akkulaufzeit.
Wie lange dauert Ihre längste Fahrt der Woche? Beide Modelle laufen mit dem Akku BATG01, rund 72 g schwer und in 4 bis 5 Stunden geladen. Rechnen Sie mit 5 bis 6 Stunden auf niedriger Stufe, 3 bis 4 Stunden auf mittlerer und 1,5 bis 2,5 Stunden auf hoher Stufe.

Kälte verringert auch die Energie, die ein Akku abgibt: Halten Sie ihn bis zur Abfahrt warm. Für einen ganzen Tag erspart Ihnen ein zweites Paar Akkus aus unseren Akkus und Ladegeräten die Wahl zwischen Wärme und Heimweg. Leichter ist der Handschuh-Akku mit 1.100 mAh: Er wiegt nur 46 g.
Mehr dazu: Welche Betriebsdauer kann man von einem beheizbaren Kleidungsstück erwarten?
Beheizbare Handschuhe, Griffheizung und der Rest der Ausrüstung
Beheizbare Handschuhe arbeiten nicht allein. Auch der Rest der Ausrüstung entscheidet, wie viel Wärme bei den Händen ankommt.
„Wenn uns ein Motorradfahrer fragt, welches Modell er nehmen soll, frage ich ihn zuerst, wie lange er am Stück im Sattel sitzt. Für die halbe Stunde morgens und abends macht der RIDER seinen Job sehr gut. Für einen langen Tag auf der Straße, wenn das Thermometer in den Keller fällt, rate ich zum ALLROADS+.“
Romane Benderradji, Leiterin Kommunikation und Marke bei G-HEAT

Griffheizung und Lenkerstulpen
Eine Griffheizung wärmt die Handfläche, nicht den Handrücken im Fahrtwind. Lenkerstulpen halten den Wind ab, erschweren aber den Griff zu den Bedienelementen. Beheizbare Handschuhe decken genau die Seite ab, die beide der Kälte überlassen.
Ein warmer Oberkörper hält die Hände warm
Kühlt der Oberkörper aus, schickt der Körper noch weniger Wärme in Hände und Füße. Eine bis zum Hals geschlossene Jacke, ein Halswärmer und wasserdichte Stiefel ergänzen deshalb Ihre Motorradhandschuhe.
Unbedingt lesen: Wie kleidet man sich im Winter zum Motorradfahren? Die unverzichtbare Kleidung!
Fazit
Zurück an der Ampel. Es sind immer noch -2 °C, und der Morgen dämmert gerade erst. Doch Ihre Finger finden die Kupplung, ohne dass Sie darüber nachdenken, und die Fahrt geht weiter.
Die besten beheizbaren Motorradhandschuhe sind die, die zu Ihrer Strecke passen: der RIDER für den Alltag, der ALLROADS+ für lange Touren in der kalten Jahreszeit.
Whatever the weather. G-HEAT, bei jedem Wetter.
FAQ
Welche beheizbaren Motorradhandschuhe von G-HEAT sind am wärmsten?
Beide Modelle haben dieselbe Isolierung, bewertet mit 4 von 5, und dieselben drei Heizstufen. Der ALLROADS+ ist laut Produktseite für die härteste Kälte gedacht, bis -25 °C gefühlt, gegenüber -15 °C beim RIDER.
Kann man beheizbare Handschuhe an die Motorradbatterie anschließen?
Laut den Produktseiten laufen RIDER und ALLROADS+ mit ihren wiederaufladbaren Akkus BATG01, die in einer Tasche am Handgelenk stecken. So ist es vorgesehen: ohne Kabel zwischen Hand und Motorrad. Nehmen Sie für eine lange Fahrt ein zweites Paar geladener Akkus mit und halten Sie es in einer Innentasche warm.
Gibt es beheizbare Motorradhandschuhe für Damen?
Ja. RIDER und ALLROADS+ sind Unisex-Modelle für Damen und Herren, erhältlich ab Größe XS. Entscheidend ist also das Handmaß, das Sie mit der Größentabelle auf der Produktseite bestimmen. Der RIDER reicht bis 3XL, der ALLROADS+ bis 2XL.
Kann man beheizbare Motorradhandschuhe auch auf dem Roller tragen?
Ja. Auch auf dem Roller schützt ein nach EN 13594 geprüfter Handschuh wie der RIDER Ihre Hände bei einem Sturz. Mit 225 g pro Handschuh, Akku inklusive, bleibt er im Stadtverkehr angenehm leicht.
Ist ein beheizbarer Handschuh besser als ein klassischer Winter-Motorradhandschuh?
Für eine kurze Fahrt bei frischem Wetter reicht ein guter, isolierter Winterhandschuh oft aus. Sobald die Strecke länger wird, das Tempo steigt oder das Thermometer unter null fällt, übernimmt die Heizung dort, wo die Isolierung allein an ihre Grenze stößt. Beide Modelle von G-HEAT behalten ihre Isolierung auch bei ausgeschalteter Heizung.
Quellen und Referenzen
[1] „Gants de moto : une norme pour une sécurité optimale“, AFNOR (französisch)
[2] „Deux-roues motorisés : je m’équipe“, Sécurité routière (französisch)
[3] „Travailler dans une ambiance thermique froide“, INRS (französisch)
[4] „Travail au froid. Prévenir les risques“, INRS (französisch)
[5] „Wind-Chill-Effekt“, Deutscher Wetterdienst (DWD), Wetterlexikon
[6] „Températures : pourquoi un tel écart entre le matin et l’après-midi ?“, Météo-France (französisch)